Peps Problem heißt Yaya Touré

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In einem chaotischen Spiel gewann das Team von Pep Guardiola am Ende mit 5:3 gegen den AS Monaco, damit hat Manchester City nun eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Jedoch gibt es noch einige Probleme bei den Citizens, wie auch das Ergebnis zeigt. Besonders Defensiv und im Umschaltmoment sind die Engländer noch recht anfällig. Dies hängt auch mit der Personalie auf der Sechserposition zusammen, Yaya Touré.

Bereits während des Spiels stellte Pep Guardiola in gewohnter Manier um, damit man nicht mehr so anfällig für Konter ist, ließ er Bacary Sagna etwas tiefer spielen, und Fernandinho in Ballbesitz in die Mitte driften. Dies half nur bedingt. Weiterhin war und ist City anfällig für Konter, einerseits hängt dies mit dem noch nicht perfekt koordinierten Gegenpressing genauso wie dem noch nicht perfektem Positionsspiel zusammen, zum anderen sichert City sein Gegenpressing noch nicht sauber ab und hat teilweise große Lücken zwischen Offensivabteilung und Abwehr. Das Hauptproblem ist, dass es für Peps Spielstil noch nicht den richtigen Sechser gibt und außerdem eine der wichtigsten Personalien im Mittelfeld, die für mehr Struktur sorgen könnte, verletzt ist (Ilkay Gündogan). Yaya Touré zeigte dabei gegen die Monegassen immer wieder, dass er besonders in der Arbeit gegen den Ball zu viele Defizite aufzuweisen hat. Im Umschaltmoment vielen besonders zwei Dinge auf.

1.undynamisches Anlaufen von Yaya Touré

Besonders im Umschaltmoment kommt es darauf an, dass man den Raum für den Gegner schnell verengen muss und ihm so keine Gelegenheit lassen darf, einen Konter zu starten. Hier hat Yaya Touré seine Probleme. Zwar versucht er gelegentlich Druck auszuüben, ist aber meist dabei recht undynamisch bzw. schafft es nicht den Gegner schnell unter Druck zu setzten, was zu viel Zeit für den Ballführenden führt.

undynamisches-anlaufen

In dieser Szene verliert City den Ball am gegnerischen Sechzehner. Die Staffelung für ein erfolgreiches Gegenpressing ist nicht optimal, da der rechte Halbraum der Citizens weit geöffnet ist. Allerdings hat City aufgrund des nicht so schnellen Konters der Monegassen eigentlich eine Chance den Konter zu stoppen, in dieser Situation schafft es allerdings Yaya Touré nicht rechtzeitig Druck auszuüben, darüberhinaus schiebt auch der Rechtsaußen zu spät ins Zentrum. Hier kann man eigentlich Yaya Touré nicht vorwerfen, dass er den Konter zum zwischenzeitlichen 2:3 nicht stoppen kann, jedoch wenn man sich die Situation in voller Geschwindigkeit ansieht, kann man klar erkennen, dass Touré weder schnell noch wirklich gewillt ist den Konter zu stoppen.

2. Räume zustellen

Wenn man als Sechser nicht die nötige Dynamik mitbringt Zweikämpfe bzw. Balleroberungen durch aggressives Anlaufen zu gewinnen, muss man sich auf sein Stellungsspiel verlassen und wie beispielsweise Sergio Busquets gefährliche Situationen antizipieren und am besten durch eine kluge Positionierung verhindern, bevor sie überhaupt entstanden sind. Dies gehört allerdings genau so wenig zu Touré Stärken wie das dynamische Anlaufen. Auch in solchen Szenen wirkt es so als würde Touré in der Defensive nur halbherzig mithelfen, was als alleiniger Sechser tödlich sein kann.

raume-zustellen

Monaco gewinnt den Ball am eigenen Sechzehner und versucht einen Konter zu starten, direkt um den Ball herum sind die Sky Blues gut positioniert, von hinten wird gepresst, genauso wird der Weg ins Zentrum fast vollständig zugestellt, bricht der Spieler von Monaco an der Außenlinie durch ist darüberhinaus noch eine Absicherung vorhanden. Einziges Problem ein Monegasse bewegt sich in den gelb markierten Raum, sollte er den Ball erhalten, hätte er viel Platz und könnte das Spiel verlagern und den Konter für City wieder brandgefährlich machen. Eigentlich müsste Yaya Touré diesen Raum zustellen, jedoch joggt dieser wieder locker zurück und scheint nicht in die Szene eingreifen zu wollen. Dies macht das Gegenpressing in erster Linie zwar stark allerdings fehlt eben die Absicherung. Schlussendlich kann City hier den Ball gewinnen, Tourés schlechte Positionierung hat hier keine Folgen.

Es wurde deutlich, dass Yaya Touré einerseits ein zu schwaches Gespür für die Defensive, was Positionierung und Antizipation von Situationen angeht und andererseits fehlt ihm teilweise die Einstellung in der Defensive hart zu arbeiten, oftmals sieht man ihn zuschauend über den Platz laufen. Die beiden oben genannten Punkte bezogen sich mehr auf den Umschaltmoment, jedoch machen sich auch ähnliche Probleme in der Endverteidigung deutlich.

Offener Sechserraum

Besonders als alleiniger Sechser ist es entscheidend den dortigen Raum zu besetzten, sauber zu verschieben, um Pässe abzufangen und die Spieler davor abzusichern, darüberhinaus ist der Sechserraum für den Gegner geöffnet wenn man einmal einen Fehler macht und sich falsch positioniert.

schlechtes-fallen-lassen

In dieser Szene schiebt City zuerst wegen eines Rückpasses von Monaco nach vorne, sie schaffen es Druck zu machen, folglich kommt der Lange Ball und die Verteidigung lässt sich fallen, jedoch bleibt Yaya Touré erstmal stehen und versucht nicht den gelben Raum zu schließen. Der Spieler von Monaco kann den Ball in den Rückraum ablegen, in dem sich bereits zwei Spieler positioniert haben, die nun Zeit und Platz haben und die Verteidigung schnell attackieren können, durch eine sofortige Reaktion von Touré und auch der anderern Offensivspielern, wäre so eine Situation nicht zustande gekommen.

Fazit

Yaya Touré als alleiniger Sechser wird langfristig nicht gut gehen. Vor allem das schwache Defensivverhalten des Ivorers ist eine große Schwäche der Mannen von Pep Guardiola. Es ist ein Mix aus fehlender defensiver Spielintelligenz und Einsatzwille bei Yaya Touré, aufgrund der Verletzung von Gündogan bleibt Guardiola allerdings aktuell nichts anderes übrig als den Ivorer spielen zu lassen, jedoch darf man gespannt sein, ob Yaya Touré wirklich über den Sommer hinaus bei Pep eine Rolle spielt.

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