Arsenal London vs. Tottenham Hotspur – Frühes Anlaufen und starkes Pressing

Arsenal London gewinnt gegen Tottenham das Nord-London Derby. Durch viele Zweikämpfe und unterbinden des Spielaufbaus, blieben die 3 Punkte bei den Gunners.

Einblick in die Aufstellung beider Mannschaften

Wenger setzte mal wieder auf sein gewohntes 3-4-2-1, wobei in diesem Spiel gegen den Ball, Özil und Sanchez auf eine Linie zu Lacazette vorrückten. Es startete wie immer in der Liga mit Cech im Tor und die Abwehrkette bildete sich aus Mustafi, Koscielny und Monreal, die sich seit längerem etabliert hat. Das Duo im Zentrum bildeten Xhaka und Ramsey. Flankiert wurde das 6-er Duo von Bellerin und Kolasinac. Wie schon anfangs erwähnt, die vorderste Front bestand aus Özil, Lacazette und Sanchez.

Tottenham agierte in ihrem gewohnten 3-5-2/ 5-3-2. Im Tor startete der ohnehin gesetzte Hugo Lloris. Vor ihm bildete sich die Abwehrreihe aus Sanchez, Dier und Vertonghen. Das 5er Mittelfeld wurde durch die äußeren Positionen von Trippier und Davies gebildet. Des weiteren im Zentrum durch Eriksen, Dembele und Sissoko komplettiert. Das Sturm-Duo bildeten Kane und Alli.

Schwierigkeiten für Tottenham durch starkes Pressing der Gunners

Man merkte Arsenal früh an, dass sie unbedingt die drei Punkte im Emirates behalten wollen. In der ersten Halbzeit war es schwierig für die Gäste in das Spiel zu kommen. Özil, Lacazette und Sanchez rückten stark auf die Abwehrreihe von Tottenham auf. Somit war eine Verbindung zu den Mittelfeldspielern fast unmöglich. Falls Tottenham es schaffte die erste Angriffsreihe zu überspielen, übte die Mittelfeldreihe Druck aus. Tottenham probierte die Reihen zu überspielen. Damit wurden sie auch gefährlicher. Sie könnten sich somit von einigen Druck Situationen befreien. Tottenham probierte es immer wieder über das Mittelfeld zu spielen, aber immer wieder war Arsenal sehr eng am Gegenspieler dran. Daraus resultierte wieder, dass vorne Kane gesucht wurde.

Wenn man sich die 18te und 19te Minute anschaut, sah man ganz deutlich wie Arsenal gegen den Ball agierte. In diesem Fall liefen Özil, Lacazette und Sanchez jeweils einen Innenverteidiger der Dreier Abwehrkette an. Tottenham hatte womöglich das Selbstbewusstsein der letzten Wochen, dass man hinten versuchte flach raus zuspielen. Ein langer Ball wurde die Linie lang gespielt, der landete bei Arsenal und man wechselte die Seite. Eine kurze Unordnung herrschte im Mittelfeld von Tottenham. Arsenal kam zur ersten deutlichen Chance des Spiels. Arsenal lief den Gegner so an, dass sie nicht ins Zentrum spielen könnten, sondern sie boten ihnen nur die Außenlinie an. Da war aber wieder Bellerin zur Stelle, der von Xhaka oder Ramsey beim Pressing unterstützt wurde. Es blieb Tottenham nichts anderes übrig als die Bälle lang zu spielen und zu hoffen, dass  Kane und Alli die Bälle halten. Die Mittelfeldreihe bestehend aus Eriksen, Dembele und Sissoko wurden somit stark aus dem Spiel gehalten. Gerade Eriksen hatte kaum Ball Aktionen. Jeder Arsenal Spieler versuchte so schnell wie möglich hinter den ball zu kommen, dass es zu keiner Überzahl Situation kommen kann für Tottenham. Dies galt auch für Özil und Sanchez, die viele Wege nach hinten machten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Arsenal gegen den Ball, die einstudierten Passwege von Tottenham, gut zustellte. Hierbei wurde der vorgegebene Spielplan von Wenger sehr deutlich. Die Passwege zu den zentralen so zu machen, dass man den Gegner nach außen drängt. Meist hatte Tottenham nur die Option, den Ball lang die Linie runter zuschlagen oder Kane suchen, um Reihen zu überspielen.

Arsenal mit dem Ball

Mit dem Ball versuchte Arsenal, über ihre starken Außenverteidger zu spielen. Diese hatten des öfteren einen Zentralen Mittelfeldspieler oder den äußeren wie Sanchez oder Özil als Anspiel-Station. Sie könnten sich oftmals durch das bilden von Dreiecken befreien und suchten den Ball in die Spitze. Mal hoch oder Flach. Das erste Tor resultierte aus einer starken Verteidigungsaktion, bei der man sich spielerisch befreite und dann einen hohen langen Ball zu Sanchez spielte. Sein gegenüber konnte ihn nur mit einem Foul stoppen. Freistoß- Mustafi-Kopfballtor. In dieser Spielzeit nicht unverdient für Arsenal. Insgesamt kam Tottenham kaum zur Entfaltung und das Spiel fand in der ersten Halbzeit verstärkt in der Hälfte von Tottenham statt. Immer wieder probierte Arsenal den Ball in die Spitze zuspielen. Sie wollten einen neuen Raum damit eröffnen. Mit diesem vorhaben wurden sie noch in der ersten Halbzeit belohnt. Schöner steiler Pass auf Lacazette und der in die Mitte zu Sanchez. Toll heraus gespielter Angriff, der zum Tor führte. In diesem Fall war es Özil der mit seiner Bewegung in Richtung Ball den Gegner kurz verwirrte. In diesem Fall wusste Vertonghen nicht, ob er mit Özil mit gehen sollte oder nicht. Das nutze Lacazette, der dann in den freien Raum einlief und den Ball quer legte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass durch viel Bewegung der vorderen Reihe, Tottenham stark beschäftigt wurde. Sei es im defensiven mit den hängenden äußeren Mittelfeldspielern oder die stark aufrückenden „Außenverteidiger“ Kolasinac und Bellerin. Man sah vor allem, dass Tottenham kaum die Chance hatte Arsenal hinten rein zu drücken. Man muss sagen, Arsenal überzeugte durch eine Passstärke und konnte sich einigen Situationen in denen sie unter Druck geraten sind, spielerisch befreien.

Tottenham auch in der zweiten Hälfte unterlegen

Das Spiel in der zweiten Halbzeit war taktischer Natur geprägt. Arsenal ließ sich ein wenig fallen und lief nicht mehr ganz soweit vorne, die gegnerische Abwehrreihe, an. Sie hielten dennoch die Räume eng. Sie schafften dies, in dem sie kurze Abstände zwischen den Reihen einhielten. Dennoch kam Tottenham zu einigen guten Chancen, aber sie wurden nur gefährlich durch lange Bälle. Arsenal beschränkte sich mehr auf das Verteidigen.

Wenger schaffte durch einige taktischen Maßnahmen, das Spiel der Spurs auszuschalten. Die Passwege wurden gedeckt und der Gegner wurde nach außen gedrängt. Dagegen muss man sagen, dass Arsenal eine ganz andere Einstellung an den Tag hinlegte. Man sah eine Mannschaft auf den Platz, die unbedingt Gewinnen wollte. Klar war auch, dass Tottenham andauernd gefährlich blieb, aber dennoch aus dem Spiel herausgehalten wurde. Wenger gelang seine Kritiker für eine Woche zu verstummen. Die Mannschaft zahlte ihm das bis dato zurück, mit einer der besten Leistungen in dieser Saison. Nicht nur die Taktik überzeugte, auch die Spieler die mehr Zweikämpfe gewannen als die der Gegner. Tottenham überließ man den Ball, um dann ihn Ihnen wieder weg zu nehmen. Man kann gespannt sein, ob er Arsenal erneut eine Saison hinter Tottenham belegen wird. Dieses Spiel zeigte auf jeden Fall das Potenzial, welches Arsenal besitzt.

SK

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