Major League Soccer: Atlanta United FC vs. Chicago Fire

Am vergangenen Wochenende standen sich mit Atlanta United FC und Chicago Fire zwei Mannschaften gegenüber, die beide Erwähnung im letzten Artikel zur MLS fanden. Atlanta befindet sich im starken Aufwärtstrend, während Chicago mit taktischer Flexibilität und einem Bastian Schweinsteiger als Innenverteidiger zu überraschen wusste. Dieses direkte Aufeinandertreffen bietet also die Gelegenheit, die Spielideen beider Mannschaften näher zu beleuchten.

Die Ausgangssituation: Chicago und der Auswärtsfluch

Keines ihrer bisherigen Auswärtsspiele konnte Chicago gewinnen und nun war man beim amtierenden Champion in Atlanta zu Gast. Um es vorwegzunehmen: trotz guter Ansätze und Ideen sollte man auch im 8. Anlauf scheitern.

Trainer Veljko Paunovic schickte seine Mannschaft in der gewohnten Hybridformation aufs Feld, die von einer Viererkette im Spiel mit Ball auf eine Dreierkette im Spiel gegen den Ball wechselt. So soll vor allem das Fehlen eines echten Außenverteidigers kompensiert werden.

Bastian Schweinsteiger übernahm dabei die Rolle des zentralen Innenverteidigers, Kappelhof pendelte in der Hybridformation zwischen Innen- und Außenverteidiger.

Chicago hält mit dem 8. Platz der Eastern Conference gerade so noch Kontakt zu den Playoff-Plätzen, Atlanta hat sich nach katastrophalem Saisonstart mittlerweile auf Platz 3 vorgearbeitet. Trotz zweier Niederlagen in den letzten Wochen gewann Atlanta sieben seiner letzten zehn Spiele, alle ohne Gegentor.

Dementsprechend sah Trainer Frank de Boer keinen Grund, die gewohnte Formation zu ändern und lies seine Mannschaft im 4-2-3-1 auflaufen. Defensiv schob des öfteren der Deutsche Julian Gressel neben Josef Martinez in die Sturmspitze, so dass ein klassisches 4-4-2 entstand.

Chicago Fire: Viele Ideen, geringe Durchschlagskraft

Frank de Boer sagte im Vorlauf des Spiels, dass Chicago eine der gefährlichsten Offensiven der Liga stelle. Schwer zu glauben bei einer Mannschaft, die erst vier Spiele gewann und obendrein auswärts noch komplett sieglos ist. Allerdings hat Chicago mit 24 erzielten Toren die drittmeisten der Eastern Conference, ganz Unrecht hat De Boer also irgendwie auch nicht. Selbst nach diesem Spiel in Atlanta lässt sich die These nicht gänzlich begründen oder widerlegen. 

Chicago baut das Spiel in der eigenen Hälfte geduldig auf. Falls nötig lässt sich McCarty zwischen die Innenverteidiger fallen, um Überzahl in der ersten Linie herzustellen. Finden sie im Aufbau den freien Mann, beispielsweise Bastian Schweinsteiger, wird der offene Raum mit Tempo angedribbelt.

Im Anschluss hat die Mannschaft viele verschiedene Handlungsoptionen im Repertoire. Beispielsweise scharfe Zuspiele in die Tiefe mit anschließendem Prallenlassen, Hohe Diagonalbälle auf C.J. Sapong, der mit seiner Physis viele solcher Bälle verwerten kann, oder sie locken den Gegner auf eine Seite, um dann auf der ballfernen Seite ein 1 gg. 1 (oder 2 gg. 1) für eine schnelle Verlagerung vorzubereiten.

Kombiniert wird das Ganze mit vielen Positionswechseln in der Offensive sowie eingestreuten Vorstöße einzelner Innenverteidiger – natürlich von McCarty abgesichert. Die so entstehende Variabilität eröffnet Chicago viele Wege, sich in das letzte gegnerische Drittel kombinieren zu können; und das gelang auch gegen Atlanta – oft genug.

Wo liegen die Gründe für Chicagos Misere?

Woran liegt es also, dass bisher nur 25% der Spiele gewonnen wurden? Hier kommen viele einzelne Faktoren zusammen, die gemeinsam wohl unter dem Begriff der „Durchschlagskraft“ zusammengefasst werden können. Wobei dieser Begriff sich auch nur auf die Offensive bezieht.

Der grundlegende Plan der Mannschaft ist vorhanden, erkennbar, variantenreich, es fehlt aber an etwas. Hierfür können auch psychologische Faktoren herangezogen werden, genauso wie fehlende Qualität im Kader. Die Szenen vor beiden Gegentoren verdeutlichen das Problem der Mannschaft recht deutlich.

Unmittelbar vor dem 1:0 für Atlanta ist Chicago die leicht stärkere Mannschaft, hat das Spiel beruhigt und sich Vorteile im Ballbesitz erarbeitet. Plötzliche Tempoerhöhung: Scharfer Pass des Innenverteidigers auf den Stürmer, Prallenlassen ins Mittelfeld und mit einem Kontakt weiter in den Lauf des Außenverteidigers. In wenigen Sekunden ins letzte Drittel kombiniert, der Außenverteidiger kommt unbedrängt zur Flanke. Diese wird zwar geklärt, aber Chicago ist im Rückraum gut gestaffelt, hat Überzahl in Ballnähe, kommt an den Ball und Katai kann aus 18 Metern abschließen – knapp vorbei. Der folgende Abstoß wird von Chicago zurückerobert, Pass in den Strafraum, Katai kommt zentral vollkommen frei zum Abschluss – in die Hände des Torwarts. Zwei vielversprechende Möglichkeiten innerhalb einer Minute leichtfertig vergeben.

Trotz des schnellen Abwurfs von Brad Guzan und dem anschließendem Tempodribbling von Rechtsverteidiger Franco Escobar, stellt Chicago seine Ordnung hinter dem Ball wieder her. Atlanta wird mit Ball auf den Flügel gelenkt, Chicago hat Überzahl in Ballnähe und die Passwege in die Tiefe zugestellt. Drei kurze Pässe später jedoch darf Atlantas Gonzalo Martinez ungehindert 18 Meter vor dem Tor in die Mitte dribbeln.

Er steckt den Ball mustergültig für Josef Martinez hinter die Abwehrreihe. Dieser muss aus zehn Metern nur noch einschieben – 1:0 für Atlanta. Fehlende Durchschlagskraft in der Offensive, trotz zweier sehr guter Chancen. Fehlender Druck auf den Ball in der Defensive, trotz zahlenmäßiger Überlegenheit.

Chicagos Probleme beim zweiten Tor

Deutlicher stellt die Entstehung des 2:0 für Atlanta die aktuellen Probleme dar. Chicago hat erneut gute Ballbesitzphasen und ist im Spiel. Sie kombinieren sich geduldig nach vorne und nehmen dabei fluide alle Positionen auf dem Feld ein; Schweinsteiger offensiv auf dem rechten Flügel. Sie sind gut gestaffelt und können nach einem Fehlpass den Ball zurückerobern, ohne ihre offensive Stellung aufgeben zu müssen. Schweinsteiger kommt frei zur Flanke, im Strafraum herrscht dreimal 1 gg. 1 vor. Die Flanke wird per Kopf geklärt und der Ball landet bei Atlantas Linksverteidiger. Aufgrund der immer noch guten Staffelung Chicagos besitzt dieser wenig Optionen (Bild 1) und wird unmittelbar von Schweinsteiger unter Druck gesetzt.

Alle Passwege in die Mitte sind per Deckungsschatten geschlossen, der eigene Stürmer kann nur hoch angespielt werden und befindet sich zudem in Unterzahl. Der ballführende Spieler von Atlanta wird zur Außenlinie gedrängt. Einzig möglicher Ball ist ein kurzer Pass die Linie entlang zu Dion Pereira, der zu diesem Zeitpunkt mit dem Rücken zum Tor und von drei Gegnern umringt an der Außenlinie steht.

Chicago hat im Gegenpressing alles richtig gemacht, den Gegner in die „Falle“ gelockt und dem ballführenden Spieler (theoretisch) alle Möglichkeiten genommen. Im Moment der Ballannahme muss Pereira so unter Druck gesetzt werden, dass ihm ein Aufdrehen nicht gelingen kann. 


Allerdings beschränkt sich Chicago – allen voran Kappelhof – nur auf das Verschließen von Passwegen (Bild 2). Der unmittelbare Druck auf den Ball fehlt. Pereira gelingt eine halbe Drehung mit Ball sowie ein hoher Chipball auf Martinez. Dieser setzt sich im 1 gg. 1 durch, schaltet in den zweiten Gang und marschiert alleine auf das Tor zu. Da sich McCarty in dieser Situation zu früh nach vorne bewegt, kann auch dieser nicht mehr eingreifen.

Die optische doppelte Überzahlsituation für Chicago – einmal gegen Pereira, einmal gegen Martinez – wird innerhalb von Sekunden ausgehebelt, der Stürmer läuft frei auf das Tor zu und schiebt den Ball am Torwart vorbei ins Tor. Fehlende Durchschlagskraft in der Offensive, trotz aussichtsreicher Situation. Fehlender Druck auf den Ball in der Defensive, trotz zahlenmäßiger Überlegenheit.

Ideen vorhanden – Umsetzung mangelhaft

In beiden Situationen spielt sich Chicago mit gutem Fußball vor das gegnerische Tor, hat mehrere Möglichkeiten ein Tor zu erzielen und sind im Anschluss so gut abgesichert, dass sie im Defensivverhalten Überzahlsituationen herstellen können. Trotz alle dem geht der Gegner aus beiden Situationen als Sieger hervor.

Die Gegentore verdeutlichen nur beispielhaft die aktuelle Lage von Chicago Fire: Ideen sind vorhanden – sowohl offensiv, als auch defensiv, es fehlt an „Durchschlagskraft“, an „Wirksamkeit“. Sie verschenken aussichtsreiche Schussmöglichkeiten oder der letzte entscheidende Pass landet in den Füßen eines Verteidigers. In der Defensive fehlt der Druck auf den Ball oder ein Spieler lässt sich leichtsinnig aus der Ordnung herauslocken. Natürlich spielen viele verschiedene Faktoren in die anhaltenden Probleme mit rein. Szenen, in denen Bastian Schweinsteiger andribbelt und ratlos die Arme hebt, unterstreichen das fehlende Etwas.

In diesem Spiel gegen Atlanta muss bei aller Kritik klar festgehalten werden, dass die individuelle Qualität von Atlanta die von Chicago definitiv überragt. Viele Bälle wurden von den Innenverteidigern geklärt, mit Gonzalo Martinez steht einer der besten Spieler der MLS im Kader, mit Josef Martinez der Torschützenkönig der letzten Saison. Natürlich stellt sich für Chicago infolge dessen die Frage nach der Qualität des eigenen Kaders.

Fakt ist, es fehlen gelernte Außenverteidiger. Fakt ist, es fehlt ein echter Stürmer, der aus wenigen Chancen viel macht. Fakt ist, dass individuelle Fehler den Gegentoren vorausgehen. Fakt ist aber auch, dass der Ertrag momentan in keinem Verhältnis zum betriebenen Aufwand steht. Die wichtigste Frage ist aktuell: gibt man der Mannschaft genügend Zeit zur Entwicklung zum Wohle des langfristigen Erfolges, oder muss der Trainer die Sache pragmatischer angehen?

Die Hälfte der Saison ist fast vorbei. Damit man endlich in die Playoffs einziehen kann, muss fortan konstant gepunktet werden. Also eigentlich keine Zeit für Option A – denn auch der Trainer ist mittlerweile in seiner vierten Saison mit dieser Mannschaft.

Atlanta United FC: Hohe Durchschlagskraft, wenige Ideen

Im vorangegangenen Artikel wurde bereits der katastrophale Saisonstart sowie die daraus abgeleitete Rückkehr zum kontrollierten und altbewährten, erfolgreichen Fußball aufgezeigt. Sprich ein kontrolliertes Passspiel, defensive Absicherung, schnelles Umschalten nach Balleroberung und ein Josef Martinez, der mit seinem wahnsinnigen Tempo für kaum einen Gegenspieler zu halten ist.

Mit Gonzalo Martinez steht ein zweiter Topspieler im Kader. Teilweise erinnert er in seiner Art ein wenig an Messi, mit seinem Herumschleichen zwischen gegnerischen Linien, etwas gebückt als wolle er sich verstecken, auf der Suche nach dem offenen Raum. Unter Frank de Boer scheint Gonzalo Martinez aktuell gut eingebunden, ist großteils von defensiven Aufgaben befreit und darf sich in der Offensive frei bewegen. Erstaunlich ist dabei, wie gut das Kollektiv die Bewegungen von Martinez ausgleicht; allen voran Franco Escobar.

Der Außenverteidiger, der Martinez im Spiel gegen den Ball buchstäblich den Rücken freihält, schiebt im Spiel mit dem Ball extrem weit nach vorne – angepasst an Martinez. Steht Martinez an der Außenlinie in Erwartung kurzer Bälle, läuft Escobar vor ihm im Halbraum in die Tiefe. Erwartet Martinez die Bälle im Halbraum, hinterläuft Escobar auf dem Flügel. Die technischen Fertigkeiten Martinez gepaart mit den läuferischen Fähigkeiten Escobars und dessen Gespür für das richtige Timing konnte Atlanta vor allem zu Beginn des Spiels nutzen. Auch an der Entstehung des ersten Tores war dieses Duo, das für Chicago zu keiner Zeit zu kontrollieren war, maßgeblich beteiligt.

Dazu passt mittlerweile die Rolle von Josef Martinez besser, die sich im Laufe der letzten Spiele gewandelt hat. Zu Beginn der Saison sollte er sich häufig fallen lassen und im Offensivspiel helfen, das Sturmzentrum blieb dann unbesetzt. Gonzalo Martinez ist nicht der Spieler, der mit Tempo in die Tiefe startet. Er ist der Spieler, der die Bälle in die Tiefe perfekt spielen kann – auf Josef Martinez, siehe das 1:0.

Individuelle Klasse – der Gamechanger für Atlanta

Diese Spieler heben Atlanta häufig in die Favoritenrolle, da sie Spiele mit einer guten Aktion alleine entscheiden können – vorausgesetzt die Defensive steht. Mit der Rückkehr zum alten System der Vorsaison und dem kontrollierteren Spielstil steht die Defensive (acht Mal zu null in den letzten elf Spielen!) – was den Offensiven ihre goldenen Momente ermöglicht. Anders als Chicago hat Atlanta die angesprochene „Durchschlagskraft“ offensichtlich im Kader und kann diese in Siege ummünzen.

Allerdings werden in der kontrollierten Spielidee auch die Probleme Atlantas deutlich, vor allem, wenn sich der Gegner an den eigenen Strafraum zurückzieht. Gonzalo Martinez werden die Räume abgeschnitten und Josef Martinez kann seine Schnelligkeit in die Tiefe nicht mehr ausspielen. Die Abhängigkeit von Einzelpersonen wird sichtbar, denn es fehlt an produktiven Ideen.

Beispielhaft eine Szene aus Mitte der ersten Halbzeit (Bild): Chicago zieht sich um den eigenen Strafraum zurück, ist mit allen Feldspielern in der eigenen Hälfte. Beide Außenverteidiger Atlantas stehen hoch, Eric Remedi lässt sich zwischen die Innenverteidiger fallen und es wird aus einer Dreierkette aufgebaut. Vor dieser Dreierkette bewegt sich Darlington Nagbe. Dieser ist sehr umtriebig unterwegs und positioniert sich so im Rücken der gegnerischen Stürmer, dass er eigentlich immer für einen der drei Aufbauspieler anspielbar ist. Ein sehr gutes Positionsspiel der Mannschaft von De Boer.


Fehlende Einbindung Nagbe im zentralen Raum

Das U in Atlantas Positionsspiel

Doch jetzt kommt das große Problem: Darlington Nagbe wurde im Spielaufbau fast garnicht angespielt. Er hatte nur 56 Ballaktionen, kein einziges Dribbling und die Hälfte seiner Pässe waren Rückpässe. Ob es der kontrollierteren Spielweise geschuldet ist, oder die Ansage des Trainers war, auf den Flügeln den Durchbruch zu suchen, ist nicht zu sagen. Klar festzustellen war jedoch die strikte Vermeidung der zentralen Räume.

Die Dreierkette im Aufbau spielte sich gemeinsam mit den beiden Außen die Bälle in einer U-Form hin und her. Ohne Raumgewinn und ohne den Gegner entscheidend aus seiner Formation herauszulocken, spielte Atlanta den Ballbesitz aus reinem Selbstzweck. Aufgrund der langen Passwege und nur von einer auf die anderen Seite wechselnd, war es für Chicago ein leichtes, kompakt zu verschieben und immer Überzahl auf den Flügeln herstellen zu können. Hier könnte Nagbe definitiv für „Durchschlagskraft“ sorgen.

Bei einem Anspiel hätte sich Chicago auf die zentralen Räume fokussieren müssen, da sie dort im 2 gg. 3 in Unterzahl agierten. Zwangsläufig wäre diese Überzahl mit einfachen Doppelpässen oder Pässen über den dritten Mann auszuspielen gewesen. Bei einer Reaktion Chicagos, etwa dem Hinzuziehen eines Flügelspielers ins Zentrum, wären dort wiederum Räume entstanden, in die man aus dem Zentrum heraus einfach verlagern kann. Zusammengefasst hätte man Chicago zu einer Reaktion, zur Aufgabe ihrer gewohnten Formation zwingen können. Das so entstehende „Chaos“ wäre für Atlanta leicht zu bespielen gewesen. Dass man die nötigen Spieler dafür im Kader hat, wurde bereits mehrfach erwähnt.

Solche Aktionen sind natürlich mit Risiko verbunden und weniger kontrollierbar als Aktionen auf dem Flügel, in diesem Spiel verzichtete Atlanta auf zu viele Anspiele ins Zentrum. Gegen Chicago reichte die individuelle Klasse einzelner Spieler für den ungefährdeten Sieg. Gemeinsam mit einer momentan herausragenden Defensive. Alles zusammen wirkt jedoch wie Stückwerk.

Das Fazit: Wenn die einen nicht wollen und die anderen nicht können

Atlanta zeigte alles in allem eine souveräne Vorstellung, hätte lediglich in der zweiten Hälfte noch etwas fürs Torverhältnis machen können. Von Chicago kam letztendlich einfach zu wenig, als dass sich Atlanta hätte ernsthaft Sorgen machen müssen. Selbst unmittelbar nach den Toren, als Atlanta sich etwas fallen lies, konnten mit einfachem Verschieben und Herausrücken viele Aktionen von Chicago verhindert werden.

So reichten am Ende zwei temporeiche und geniale Momente aus, um einen sicheren Sieg einzufahren. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft von De Boer im Offensivspiel mehr Varianten einstudiert, um gegen die stärksten Mannschaften der Liga erfolgreich sein zu können. Andererseits führt dies zu einem ansehnlicheren Fußball, den sich vor allem die zahlreichen frenetischen Fans aus Atlanta – 67.000 Zuschauer kamen zu diesem Spiel ins Stadion – redlich verdient hätten.

Zur Lage der Liga: Los Angeles weiterhin unaufhaltsam

Wie schon vor einigen Wochen rangiert weiterhin Los Angeles FC an der Spitze der gesamten Liga. Neun Punkte beträgt der aktuelle Vorsprung vor Platz 2. Sie ziehen unaufhaltsam ihre Kreise.

Ebenfalls einen Lauf hat New York Red Bulls mit sechs Siegen aus acht Spielen. Wie bei Atlanta machen sich die jüngsten taktischen Umstellungen bezahlt. Spieltag für Spieltag klettert die Mannschaft in der Tabelle nach oben. Am kommenden Spieltag steht das Duell mit dem aktuellen Tabellenführer der Eastern Conference, Philadelphia Union, an. Mit einem Sieg kann New York bis auf einen Punkt aufschließen.

Am Ende der Tabelle steht einsam die Mannschaft aus Cincinatti. Nur drei Siege stehen zu Buche. Von den letzten elf Spielen wurden neun verloren. Wenig Hoffnung herrscht Momentan in Cincinatti. Die kleine Hoffnung, die da ist, liegt beim neuen General Manager und der kurzen Pokal-Pause. Ob der dringend benötigte Resetknopf zu finden ist, ist momentan jedoch anzuzweifeln. 

In Kürze haben alle Mannschaften die Hälfte ihrer Saisonspiele absolviert und es kann ein Fazit gezogen werden, inklusive aktuellem Playoff-Bild und Tendenzen. Dann sollten anfängliche Startschwierigkeiten in die neue Saison ausgeglichen sein und es wird sich zeigen, welche Mannschaften konstant punkten können.

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