Rückblick auf den ersten Spieltag der Bundesliga

Nach langem Warten begann am vergangenen Freitag, dem 16. August 2019, endlich wieder die Bundesliga. Um 20:30 griff Schiedsrichter Harm Osmers zu seiner Pfeife, um das Eröffnungsspiel der 57. Bundesligasaison zwischen dem FC Bayern München und der Hertha aus Berlin freizugeben.

Beendet wurde dieser erste Spieltag der neuen Saison mit dem Spiel zwischen Union Berlin, die nach zehn Jahren in der zweiten Liga endlich ihr erstes Match in der Bundesliga bestreiten durften, und der neuen Mannschaft von Julian Nagelsmann, RB Leipzig.

In den beiden Aufeinandertreffen sowie den sieben dazwischen stattgefundenen Spielen wurden insgesamt 30 Tore erzielt und es gab nur ein torloses Unentschieden. Die Borussia aus Gladbach und die Schalker, die durch den Wirbel um Clemens Tönnies zuletzt permanent in den Medien zu finden waren, trennten sich im Samstagabendspiel mit 0:0.

Wir werfen nun einen Blick auf den ersten Spieltag, diskutieren einige taktische Merkmale von diesem Wochenende und beschäftigen uns kurz mit den Spielen der zweiten Runde.      

Bayerns vermeintlicher Fehlstart und die Neuverpflichtungen

Niko Kovačs Bayern kamen im Eröffnungsspiel nicht über ein 2-2 gegen Hertha hinaus. In der selbstverständlich ausverkauften Allianz Arena brachte Robert Lewandowski seine Mannschaft in der 24. Minute in Führung. Zuvor hatte sich der Pole tief in die eigene Hälfte fallen lassen und dabei Berlins Abwehrchef Niklas Stark aus der Staffelung der Hauptstädter herausgelockt. Grund dafür war, dass das Team von Ante Čović zu Beginn der Partie auf dem ganzen Feld Mann gegen Mann verteidigte. Stark fehlte durch sein herausrücken wenige Momente später im Zentrum bei der Flanke von Serge Gnabry und deshalb hatte Lewandowski genug Platz um das 1-0 zu erzielen. Der Pole schuf somit selbst den Raum, welchen er später nutzte, um das erste Tor der neuen Saison zu erzielen.

Bundesliga-Auftakt

Danach schraubte Čović an der Grundordnung seiner Mannschaft und löste die Fünferkette respektive Dreierkette auf und stellte auf eine Viererkette um. Aus einem 3-4-1-2 wurde ein 4-4-1-1 beziehungsweise 4-4-2. Der Grund dafür war, dass sie zwar mit ihren fünf Spielern in der letzten Linie während den Ballbesitzphasen der Bayern die Breite gut abdecken konnte, jedoch hatte man dadurch im Raum vor der Abwehr zu wenig Spieler. Man konzentrierte sich nun mehr darauf tief zu stehen, nicht mehr Mann gegen Mann zu agieren und über Konter zum Erfolg zu gelangen.  

Bundesliga-Auftakt

Durch diese Umstellung, einen disziplinierten Auftritt der Berliner und unkreative Bayern gelang der Hertha ein Doppelschlag binnen der 36. und 39. Minute und ging somit mit einer Führung in die Halbzeitpause. Beide Tore fielen nach Konter, was wieder mal ein Zeichen für die schwache Konterabsicherung der Bayern war. Erst durch ein völlig sinnloses Foul von Marko Grujić, der Lewandowski im Strafraum niederriss obwohl der Ball nicht in der Nähe des Tores war, konnten die Bayern noch ein Unentschieden holen.

Doch auch Kovač hat in der Schlussphase eine kleine Änderung vorgenommen, die wir womöglich in der Zukunft häufiger sehen könnten. Wie in den goldenen Jahren von Robben und Ribéry versuchen die Bayern nach wie vor ihre Flügelspieler so häufig wie möglich in 1-gegen-1 Duelle zu bringen. Um dies zu erreichen, positionieren sich diese sehr breit, wenn die Münchener im Ballbesitz sind. Zudem befinden sich die Außenverteidiger David Alaba und Joshua Kimmich meist auch auf der Außenbahn.

Dadurch gibt es nach dem Ballverlust kaum eine Absicherung im Halbraum. Vor allem dann, wenn der jeweilige zentrale Mittelfeldspieler im 4-3-3 nicht ebendiesen besetzt, sondern Lewandowski im Zentrum unterstützt wie es zum Beispiel Thomas Müller gerne macht. Um die Staffelung während den Ballbesitzphasen so zu gestalten, dass das Gegenpressing effizienter und somit die Konterabsicherung vorhanden ist, hatte in der Schlussphase der Partie Kimmich die Aufgabe den Halbraum zu besetzen, wenn Gnabry am rechten Flügel am Ball war. Die fehlende Konterabsicherung der Bayern ist ja bereits seit dem Amtsantritt von Kovač Bayerns eine ihrer größten Schwächen. Womöglich ist die neue Positionierung von Kimmich ein erster Schritt in die richtige Richtung, wobei jedoch selbstverständlich ist, dass dies nicht das Problem aus der Welt schaffen kann.

Das nachstehende Bild zeigt Kimmichs Position in der Schlussphase der Partie gegen Hertha, wenn der rechte Flügelspieler am Ball war. Bisher positionierte er sich meistens in der markierten Zone am Flügel.

Bundesliga-Auftakt

Zudem wurde im Anschluss an das Spiel bekannt gegeben, dass die Bayern den Brasilianer Philippe Coutinho vom FC Barcelona ausleihen und zudem eine anschließende Kaufoption besitzen. Des Weiteren wurde der junge Michaël Cuisance von Gladbach geholt, der letztes Jahr 11 Mal das Trikot der Fohlen in der Bundesliga trug.

Bayerns Trainer Kovač wünscht sich ja bereits seit geraumer Zeit einen Kader mit mehr taktischem Spielraum, um variabler zu sein. Coutinho könnte dafür genau der richtige Mann sein, da er auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass sich der Brasilianer bei Barcelona am linken Flügel im 4-3-3 kaum zurechtgefunden hat und die hohen Erwartungen nie erfüllen konnte.

In der besten Phase seiner bisherigen Karriere spielte er in Liverpool als linker Achter mit vielen Freiheiten. Aus dieser Position kann er seine gefürchteten diagonalen Dribblings ins Zentrum starten, wo er dann eine perfekte Schussposition hat. Vermutlich wird ihn sein neuer Trainer in München auf dieser Position aufstellen, wodurch Kingsley Coman auf seiner angestammten Position am linken Flügel bleiben kann. Wahrscheinlich wird Müller am meisten unter diesem Wechsel leiden, denn vermutlich wird Kovač seine Mannschaft häufig wie folgt aufstellen.

Der Wechsel von Cuisance hingegen ist etwas fragwürdig. Der junge Franzose hatte in Gladbach eine Stammplatzgarantie beziehungsweise mehr Spielzeit gefordert. Dass er ein großes Talent mit seinen gerade 20 Jahren ist, steht außer Frage, jedoch ist zu bezweifeln, ob er die erforderliche Spielzeit, die er benötigt, um sich gut zu entwickeln, bei den Bayern erhält.    

Der BVB holt sich innerhalb von acht Minuten die Tabellenführung

Dortmund startete mit einem kleinen Schock in die neue Saison. Nach gerade mal 31 Sekunden gingen die Gäste aus Augsburg durch Florian Niederlechner mit 1-0 in Führung. Der BVB schien davon unbeeindruckt und glich nur zwei Minuten später durch den spanischen Knipser Paco Alcácer aus.

Die erste Viertelstunde konnte sich Augsburg noch wehren, jedoch nahm dann Lucien Favres Team das Heft in die Hand. Die Dortmunder dominierten das Spiel und versuchten vor allem über die Außenbahnen durchzubrechen. Sie flankten während den ersten 45 Minuten unglaubliche 18 Mal, aber nur vier davon fanden einen schwarz-gelben Abnehmer. Zudem waren auf den jeweiligen Flügeln zwei unterschiedliche Abläufe zu erkennen.

Auf der rechten Seite befand sich mit Jadon Sancho und Łukasz Piszczek ein bereits eingespieltes Duo. Sancho positionierte sich meist breit während der polnische Rechtsverteidiger etwas tiefer blieb. Sobald der Engländer den Ball am Flügel erhielt, bot sich Piszczek entweder für einen simplen Pass nach hinten an oder hinterlief seinen Teamkollegen.

Auf der anderen Seite spielten die zwei neuen Einkäufe Nico Schulz und Thorgan Hazard. Hierbei gab es speziell im ersten Durchgang häufig ein Problem. Schulz ist bekanntlich ein Spieler, der gerne aus der Tiefe kommt, um mit seiner Dynamik über die Außenbahn Gefahr zu erzeugen. Dabei klebt er förmlich an der Seitenauslinie. Um ihm nun diesen Raum zu schaffen, müsste der linke Flügelspieler in den Halbraum einrücken. Das tat jedoch Hazard kaum, sondern blieb die meiste Zeit ebenfalls breit, wodurch sie den gleichen Raum besetzten. In den Situationen, in welchen sich Hazard hingegen dazu entschied, sich zentraler zu positionieren, entstand sofort Gefahr.

Favre reagierte in der Halbzeitpause und lies Sancho und Hazard die Seiten wechseln. Zwar blieb dieser Tausch nicht permanent bestehen, aber er zeigte Wirkung. Sancho rückte häufiger ein, um den Ex-Hoffenheimer Schulz den nötigen Platz zu geben. Zwar kamen die Dortmunder im zweiten Durchgang nur auf sieben Flanken, dafür waren aber fünf davon erfolgreich.

Zwischen der 51. Und 59. Minute trafen Favres Männer drei Mal. Alle drei Tore kamen nach Flanken zustande, jedoch muss man hinzufügen, dass sowohl Augsburgs neuer Torhüter Tomáš Koubek als auch dessen Vorderleute keine Leistung auf Bundesliganiveau ablieferten. Vor allem in der zweiten Halbzeit war Martin Schmidts Mannschaft erschreckend schwach.

Beim Stand von 4-1 kam dann noch Dortmunds vierter Neuzugang Julian Brandt in der 68. Minute in die Partie und erzielte zehn Minuten später das 5-1. Dies war dann auch das letzte Tor dieses Aufeinandertreffens, wodurch der BVB sich die Tabellenführung sicherte, da die Leipziger „nur“ 4-0 gewannen.

Erfrischend aber punktelos – die drei Aufsteiger

Das erste Mal seit 2012 gelang es wieder einem Zweitligisten die Relegationsrunde für sich zu entscheiden. Union Berlin schaffte es den VfB Stuttgart zu bezwingen und somit gibt es diese Saison drei Aufsteiger in der Bundesliga. Neben den von Urs Fischer trainierten Berlinern haben die Kölner sowie der SC Paderborn den Sprung in die höchste deutsche Spielklasse gemeistert.

Die Paderborner schossen vergangene Saison 76 Tore in 34 Spielen in der zweiten Bundesliga und somit am zweitmeisten hinter dem 1. FC Köln. Somit erwartete jeder eine mutige Mannschaft aus Paderborn. Deren Trainer Steffen Baumgart ist zudem bekannt für offensiven und attraktiven Fußball. Jedoch traf man am ersten Spieltag mit Leverkusen auf eines der stärksten Teams der Bundesliga.

Zwar dominierte Peter Boszs Team das Spiel mit 70.82% Ballbesitz, doch die Paderborner hielten stark dagegen und verloren nur knapp mit 3-2. Bemerkenswert ist zudem, dass der xG-Wert von Baumgarts Team mit 2,41 höher war als jener der Werkself, der 2,3 betrug.

Letztlich war Kai Havertz der entscheidende Faktor, der den Unterschied machte. Hierbei anzuführen wäre noch, dass dessen Marktwert 90 Millionen Euro beträgt und somit fast 3,8 Mal so viel ist wie jener des gesamten Kaders von Paderborn (23,85 Millionen Euro). Havertz hat das zwischenzeitliche 2-1 erzielt, welches sein 12. Tor im Kalenderjahr 2019 war.

Neben seinem Treffer spielte er auch den vorletzten Pass vor dem entscheidenden 3-2. Dieser Pass bescherte dem linken Außenverteidiger Wendell den nötigen Platz, um ohne Gegnerdruck eine flache Flanke auf Volland zu spielen, der den Ball nur mehr über die Linie drücken musste und somit das Spiel zugunsten der Leverkusener entschied.  

Das offensivstärkste Team der vergangenen Zweitligasaison, der 1. FC Köln, traf am Samstagnachmittag auf die Wölfe aus Wolfsburg mit deren neuen Trainer Oliver Glasner. Der Österreicher hat in den letzten Jahren mit dem Linzer ASK auf sich aufmerksam gemacht und ist nun seine Trainerstelle außerhalb von Österreich angetreten.

Das Team von Achim Beierlorzer versuchte speziell am Anfang der Partie die Wolfsburger früh zu attackieren und unter Druck zu setzen. Doch wie beim Spiel zwischen Leverkusen und Paderborn spürte man in den entscheidenden Situationen die individuelle Qualität der bereits etablierten Bundesligisten. Maximilian Arnold traf in der 16. Minute sehenswert per Volley aus knapp 25 Metern.     

Beide Teams taten sich schwer, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten, was in Zahlen bedeutet, dass Köln 3,19 Pässe pro Ballbesitzphase hatte, während die Wölfe ebenfalls nur auf einen Wert von durchschnittlich 2,92 kamen. Das damit verbundene Gegenpressing der Wölfe wurde vor allem in der Situation vor dem entscheidenden 2-0 sichtbar. Nach Wout Weghorsts Ballverlust begann Xaver Schlager zusammen mit William sofort das Gegenpressing.

Vor allem Schlager ist in diesen Situationen äußerst stark, da er das sofortige Starten des Gegenpressings nach Ballverlust aus seiner Zeit in Salzburg bestens kennt. Nach der erfolgreichen Rückeroberung steckte der junge Österreicher auf Weghorst durch, der den Ball zum 2-0 in die Maschen beförderte.

Der dritte Aufsteiger Union Berlin empfing die roten Bullen aus Leipzig zum letzten Spiel des ersten Spieltags der neuen Saison im Stadion an der Alten Försterei. Leipzig zählt zu den Geheimfavoriten auf den Gewinn der Bundesliga nach den Verpflichtungen von Trainer Julian Nagelsmann, den Talenten Christopher Nkunku und Ademola Lookman sowie der Leihe von Chelseas Ethan Ampadu. 

Die Berliner versuchten gewohntermaßen ihre Angriffe mit Geduld und kurzen Pässen von hinten aufzubauen. Jedoch erlaubten sich die Männer von Urs Fischer viel zu viele gravierende Fehler im Aufbauspiel was sich in einer Passquote von 71,34% wiederspiegelt. Leipzig hat zudem die Qualität in der Offensive, um diese Fehler gnadenlos auszunutzen.

Die Mannschaft von Nagelsmann gab in den 90 Minuten 13 Schüsse ab und acht davon waren auf das Tor des Berliner Keepers Rafał Gikiewicz. Dieser war noch der beste Spieler der Eisernen, doch bereits zur Halbzeit führten die Leipziger mit 3-0. Der eingewechselte Nkunku setzte mit seinem Treffer zum 4-0 den Schlusspunkt in der 69. Minute.

Alles in allem zeigte dieser erste Spieltag, dass sich die drei Aufsteiger nicht verstecken müssen. Alle drei Teams trafen am ersten Spieltag auf Topteams der ersten Bundesliga. Auch wenn keiner von ihnen in der Lage war einen Punkt einzufahren, zeigten vor allem Paderborn und Köln starke Leistungen. Union Berlin hingegen sollte sich vor allem darauf konzentrieren die Anzahl der Fehler im Spielaufbau zu minimieren. 

Die acht neuen Bundesligatrainer

So viele Minuten wie der BVB für seine drei entscheidenden Tore gegen den FCA benötigte, über ebenso viele neue Trainer darf sich die Bundesliga freuen. Acht sind es an der Zahl, die das erste Mal in ihrer Karriere ein Team in der Bundesliga trainieren dürfen. Neben den drei bereits angesprochenen Trainern der Aufsteiger Baumgart, Beierlorzer und Fischer haben auch Glasner, Čović, David Wagner, Marco Rose und Alfred Schreuder ihr Debut in der Bundesliga gefeiert.

Glasner war dabei der einzige der acht Trainer, der sein erstes Spiel in Deutschlands höchster Spielklasse gewinnen konnte. Rose und Wagner trennten sich wie bereits erwähnt mit einem Unentschieden, Čović holte mit der Hertha einen Punkt gegen die Bayern und Schreuder verlor mit Hoffenheim gegen die Eintracht aus Frankfurt.

Vor allem das Spitzenspiel dieses ersten Spieltages zwischen Gladbach und Schalke hielt nicht ganz das, was es versprochen hatte. Mit Wagner und Rose hatte man zwei Trainer an der Seitenlinie, die beide für offensiven, schnellen und attraktiven Fußball stehen. Allerdings hatte man das Gefühl, dass sich beide Teams sehr stark darauf konzentrierten die Stärken des Gegners aus dem Spiel zu nehmen.

Zudem wirkten beide Mannschaften vorsichtig und waren sehr auf Sicherheit bedacht. Ein gutes Beispiel dafür ist der Auftritt von Gladbachs Denis Zakaria. Dieser war der zentrale defensive Mittelfeldspieler in Roses bekannten 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld. Er wurde gut von Schalkes Spielern abgedeckt, doch auch wenn mal der Passweg auf ihn ins Zentrum offen war, schienen Gladbachs Innenverteidiger zu zögerlich und vorsichtig zu sein. Dadurch kam der junge Schweizer nur auf 42 Pässe in den 90 Minuten.

Das Spiel zwischen Hoffenheim und Adi Hütters Frankfurt entschied das Tor von dessen Landsmann Martin Hinteregger. Dieser erzielte bereits in der ersten Minute ein sehenswertes Volleytor nachdem die Eintracht eine Ecke kurz abspielte und Filip Kostić den Ball ins Zentrum flankte.

Die Sinsheimer hatten 64,44% Ballbesitz und 5,24 Pässen pro Ballbesitzphase. Somit hatten sie bei weitem längere Ballstafetten wie die Eintracht, die nur auf durchschnittlich 2,75 Pässe pro Phase kamen. Allerdings fiel es Schreuders Team sehr schwer ins letzte Drittel zu kommen und Torchancen zu kreieren. Sie gaben nur mickrige neun Torschüsse ab wovon nur einer aufs Tor ging.

Diesen einen Schuss gab Hoffenheims wohl spannendster Neuzugang Robert Skov ab. Der junge dänische Flügelspieler kam für 10 Millionen Euro vom FC Kopenhagen und wirkte noch nicht ganz integriert in die Hoffenheimer Mannschaft. Nur eines seiner fünf Dribblings war erfolgreich.

Auf der anderen Seite hätte Frankfurt mehrere Male die Chance gehabt das Spiel frühzeitig zu entscheiden und ein zweites oder drittes Tor zu erzielen. Sie schossen in den 90 Minuten 15 Mal und davon waren acht auf das Tor von Hoffenheims Keeper Oliver Baumann. Somit muss Schreuder sowohl an der Offensive als auch an der Verteidigungsarbeit seiner neuen Mannschaft arbeiten.     

Zusammenfassung und Ausblick auf den zweiten Spieltag

Die zwei bisher nicht erwähnten Spiele zwischen Düsseldorf und Bremen sowie Freiburg und Mainz boten auch die eine oder andere Überraschung. Friedhelm Funkels Fortuna konnte im Weserstadion 3-1 gegen Bremen gewinnen. Zwar war vor der Partie die womöglich größte Frage, ob Düsseldorf die Abgänge von Benito Raman und Dodi Lukebakio kompensieren könnte, doch dies schien kein Problem zu sein. Auf der anderen Seite erweckte es den Anschein, dass die von Max Kruse hinterlassene Lücke in Werders Offensive noch nicht gefüllt ist.

Des Weiteren besiegte Freiburg die Mainzer mit 3-0. Die Partie blieb bis zur 82. Minute torlos ehe dann Lucas Höler das 1-0 für die Freiburger erzielte. Bis dahin war das Spiel ausgeglichen und es gab auf beiden Seiten Chancen. In den letzten Minuten der Partie erhöhten die Breisgauer zunächst auf 2-0 durch den Rückkehrer Jonathan Schmid und auch Luca Waldschmidt gelang es noch zu treffen. 

Im Großen und Ganzen gab es am ersten Spieltag einige Überraschungen wie das Unentschieden von Bayern oder Düsseldorfs Sieg. Aber vor allem Dortmund und Leipzig zeigten sofort, dass man mit ihnen diese Saison ganz oben rechnen muss. Um die Augsburger hingegen muss man sich nach dieser Leistung im Signal Iduna Park Sorgen machen, jedoch sollte man vorerst die nächsten Wochen abwarten, da man ein Spiel nicht als Vorschau für eine gesamte Saison nutzen kann. Aber es ist klar, dass Schmidt schleunigst etwas ändern muss.

Nächste Woche empfangen die Augsburger Union Berlin. Dies ist das Aufeinandertreffen der zwei Teams, die am ersten Spieltag die schwächsten Leistungen ablieferten. Am Freitagabend trifft Dortmund auf Köln und alles andere als ein Sieg von Favres Team wäre eine Überraschung. Allerdings hat Kölns Trainer Beierlorzer bereits angekündigt, dass sie aktiv und nach vorne verteidigen wollen. Grund dafür ist, dass es in seinen Augen nicht erfolgsversprechend ist, wenn man gegen Dortmund tief steht und sie spielen lässt.

Gladbach ist zu Besuch bei Mainz, die mit Sicherheit punkten wollen, um einen Fehlstart zu vermeiden. Es wird interessant sein zu sehen wie die beiden Ex-Teamkollegen und Freunde Rose und Sandro Schwarz ihre Teams auf den jeweiligen Gegner einstellen. Womöglich trauen sich die Fohlen diesmal mehr zu und versuchen die durch die Auftaktniederlage vermeintlich verunsicherten Mainzer früh anzupressen.

Mit Düsseldorf und Leverkusen treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide am ersten Spieltag überzeugen konnten. Man kann gespannt sein was sich Funkel einfallen lässt, um Leverkusens Dreh- und Angelpunkt Havertz aus dem Spiel zu nehmen. Christian Streich reist mit seiner Mannschaft nach Paderborn, um die nächsten drei Punkte einzufahren. Es könnte ein spannendes Spiel werden, da beide Teams vor allem offensiv am ersten Spieltag einiges geboten haben.

Hoffenheim und Bremen haben beide am vergangenen Wochenende nicht das abgeliefert, was man von ihnen erwartet hat. Es ist die nächste Chance für die Sinsheimer ihren neuen Coach das erste Tor sowie die ersten drei Punkte zu bescheren. Bayern trifft am Topspiel am Samstagabend auf Schalke. Dabei wird man speziell darauf achten ob und wie Coutinho eingesetzt wird. Zudem hätte Schalke auf dem Papier mit Sicherheit die Qualität, um die mangelnde Konterabsicherung der Bayern auszunutzen. Vor allem Spieler wie Raman, Breel Embolo, Daniel Caligiuri und Amine Harit hätten das nötige Tempo dafür.

Am Sonntag treffen dann noch Leipzig und Frankfurt sowie Hertha und Wolfsburg aufeinander. Beide Partien versprechen einiges, da alle vier Mannschaften am ersten Spieltag durchaus überzeugt haben. Es könnte vor allem für Leipzig ein richtungsweisendes Duell werden. Mit einem Sieg gegen Frankfurt könnte man die gute Leistung des ersten Spieltags bestätigen.   

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