Schulterblick im Jugendfußball lehren

Der Schulterblick zählt zu den wichtigsten Eigenschaften eines Fußballers heutzutage. Xavi beim FC Barcelona und Cesc Fàbregas beim FC Arsenal haben uns den Schulterblick nahezu in Perfektion präsentiert. Mittlerweile hat sich dieser im Fußball etabliert und die Orientierung auf dem Platz ist in meinen Augen wichtiger als je zuvor. Aus diesem Grund habe ich mir hier eine Spielform überlegt, wie man den Schulterblick auch schon im Jugendbereich mittrainieren kann.

Kleines Rondo/Großes Rondo mit besonderen Bedingungen

In der inneren Raute wird zunächst ein 3 vs. 1 gespielt. Hier ist zunächst das Ziel in Ballbesitz zu bleiben. Damit auch der Schulterblick in dieser Übung Berücksichtigung findet, ist es das Ziel von Team Rot ein blaues Hütchentor zu durchdribbeln. Um dieses Ziel zu erreichen ist eine dauerhafte Orientierung notwendig, um ein freies Tor zu wahrzunehmen. Wird ein Tor erzielt, erhält Team Rot einen Punkt.

Team Blau ist in zwei Teile aufgeteilt, welche zunächst auch unterschiedliche Aufgaben haben. Der blaue Spieler in der kleinen Raute hat die Aufgabe, den Ball möglichst schnell von dem roten Team zu erobern. Die blauen Spieler in der großen Raute haben die Aufgabe, die Dribbeltore möglichst gut abzudecken, sodass Team Rot diese möglichst schlecht durchdribbeln kann.

Erobert der blaue Spieler den Ball, spiel Team Blau im gesamten Feld ein 5 vs. 3 gegen Team Rot. Schafft es Team Blau im 5 vs. 3 zehn Pässe zu spielen, erhält Team Blau einen Punkt. Verliert Team Blau allerdings im 5 vs. 3 den Ball an Team Rot, so geht es zurück ins 3 vs. 1.

Mögliche Variationen

Diese Übung lässt eine Menge Spielraum für Variationen, sodass diese Übung sich sehr gut auf den Leistungsstand der Spieler anwenden kann. Im Folgenden stelle ich einmal mögliche Variationen vor:

  • Veränderung der Dribbeltore: Die Dribbeltore lassen sich sowohl in ihrer Anzahl, als auch in ihrer Größe variieren. Je kleiner die Dribbeltore, desto genauer muss der Spieler von Team Rot sich umschauen um eine erfolgreiche Anschlussaktion zu ermöglichen. Je höher die Anzahl der Dribbeltore, desto geringer ist die Anforderung an Team Rot in Hinblick auf die Orientierung (bietet sich zum Einführen der Übung an).
  • Veränderung der Spieleranzahl: Sowohl in der äußeren Raute, als auch in der inneren Raute lässt sich die Anzahl der Spieler variieren. Je höher die Anzahl bei Team Rot, desto leichter wird das Spiel für dieses Team. Gleichzeitig führt dies zu einer höheren Beanspruchung von Team Blau.

Diese Übung ist in keinem Fall eine Musterlösung und soll lediglich eine von vielen Möglichkeiten darstellen, wie der Schulterblick den Weg in das Training finden kann. Für Verbesserungsvorschläge und einer Diskussion stehe ich jederzeit bereit.

1 Kommentare

  1. Hallo Jonas, vielen Dank für deinen Ansatz. Zu welchem Zeitpunkt kann nach deiner Meinung nach das rote Team auf die Dribbletore bzw. Minitore gehen/spielen?

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