Corona-Training – Warm-Up mit dem Fokus auf dem Fintieren

Nun ist das Spielen auf dem Platz wieder erlaubt. Wir als Trainer müssen beim Corona-Training natürlich bestimmte Auflagen einhalten, dennoch bedeuten diese Auflagen nicht automatisch ein sinkendes Trainingsniveau. So kann man den Fokus nun speziell auf bestimmte Teilbereiche lenken, sodass man dort mögliche Defizite aufholen kann oder ganz neue Skills erlernen kann. Die aktuelle Situation bietet eine super Möglichkeit den Skill-Katalog unser Spieler zu erweitern/verbessern.

Unsere anderen Beiträge dieser Serie findest du hier: https://thefalsefullback.de/training-mit-abstandsregelung/

Corona-Training – Viel Zeit am Ball

Generell ist der Anspruch, den Spielern eine möglich große Zeit am Ball zu ermöglichen. Diese lässt in der aktuellen Situation an ein Maximum treiben, worauf das folgende Warm-Up auch basiert.

Übungsaufbau

Material: 4 Hütchen, ein Ball pro Spieler

Spieler pro Übungsaufbau: 2, maximal 3

Das rote und das schwarze Hütchen sollten sich ca. einem Meter hinter dem schwarzen Hütchen befinden. Der Abstand zwischen den beiden farbigen Hütchen sollte zwischen 2 und 3 Metern liegen, dieser ist allerdings auf die Spielergröße anzupassen.

Der startende Spieler dribbelt nun auf das große schwarze Hütchen zu, 2-3m vorher ruft der Hintermann (in dem Fall der blaue Spieler) eine Farbe (rot/blau). Dies ist das Signal für den roten Spieler eine Finte in die entgegengesetzte Richtung durchzuführen. Hierbei gilt die gerufene Farbe nicht als Ziel, sondern als wahrgenommener Gegenstand, der umdribbelt werden muss. Als nächstes startet dann der blaue Spieler, welcher von dem roten Spieler eine Farbe zugerufen bekommt. Somit entsteht ein Kreislauf.

Hierbei lassen sich je nach Level der Mannschaft verschiedene Frontalfinten durchführen, wobei die Körpertäuschung sich hierbei insbesondere für Einsteiger eignet. Dies lässt sich natürlich auch variieren, sodass deutlich komplexere Finten trainiert werden können.

Vielseitiges Warm-Up

Der Aufbau und die Übung sind grundsätzlich sehr simpel. Dennoch werden die Spieler auf verschiedenen Ebenen auf das bevorstehende Training vorbereitet. Zunächst einmal sind die Spieler dauerhaft in Bewegung, gleichzeitig müssen sie auch dauerhaft „wach sein“. In dieser Übung dürfen sie niemals abschalten, da sie ansonsten die auditiven/visuellen Reise im Übungskontext gesehen falsch verarbeiten oder der Übungspartner die Übung nicht durchführen kann, falls das Ankündigen einer Farbe vergessen wird.

Zusätzlich handelt es sich hierbei nicht nur um eine geradlinige Bewegung, da hierbei auch fußballspezifische Richtungswechsel durchgeführt werden.

Diese Übung bietet aufgrund des simplen Aufbaus das Potenzial, langweilig zu werden. Aus diesem Grund bietet es sich an folgende Variationen einzuführen:

  • mehr Tempo einfordern
  • Rot/Blau durch 1/2 ersetzen, als dritten Schritt könnte an statt 1/2 Buchstaben verwenden
  • Falls möglich, verschiedene Finten durchführen lassen
Kategorie Spielformen, Training

Jonas Schaar (18) trainiert aktuell die U13 des TSV Meine, wo er bereits seit 3 Jahren aktiv ist. Insbesondere interessiert er sich für den Spielaufbau und die individuelle Weiterentwicklung jeder seiner Spieler. Auf Twitter findet ihr Jonas unter @TaktikLiebe.

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