Das Aufbauspiel in der 4-3-3 Formation

Die 4-3-3 Formation ist wohl eine der bekanntesten und gleichzeitig meistgenutzten Formationen im modernen Fußball. Insbesondere bei ballbesitzorientierten Mannschaften, die über technisch gut ausgebildete, passstarke Spieler in jedem Mannschaftsteil verfügen, ist diese Grundordnung sehr beliebt. So kommt es dann auch, dass jeder Fußballfan sofort Mannschaften oder auch Trainer im Kopf hat, die scheinbar dogmatisch am 4-3-3 festhalten. Es hat sich in den Köpfen der Zuschauer eingebrannt, dass beispielsweise die Niederlande ausschließlich diese Formation zu nutzen scheinen oder dass Pep Guardiola seine Mannschaften immer in einer 4-3-3 Anordnung auf das Feld schickt. Im Folgenden werde ich auf das Aufbauspiel in dieser Formation schauen – warum ist diese Formation für den Aufbau so geeignet? Und welche Anpassungen sind nötig, damit das Aufbauspiel auch wirklich gelingt?

Dieser Text könnte fast ausschließlich aus Praxisbeispielen von Ajax Amsterdam bestehen. Nicht nur, weil ich Fan dieser Mannschaft bin, sondern auch, weil Ajax eine dieser Mannschaften ist, der der oben beschriebene 4-3-3-Mythos anhaftet. Hier gilt allerdings: absolut zu Recht. Denn Ajax entspricht genau diesem Klischee. Eine ballbesitzorientierte Mannschaft, „typisch niederländisch“, technisch starke Spieler und ein Trainer, der seine Spieler tatsächlich fast ausschließlich in 4-3-3 Abwandlungen aufs Feld schickt. Da ten Hag Ajax schon seit mehreren Jahren trainiert, finden sich im Spielaufbau immer wieder neue Varianten, die aber allesamt ein Ziel haben: Der Ball muss sicher ins mittlere Drittel und da möglichst zu einem Spieler, der sich in offener Position befindet. Ajax hält sich hier gar nicht so lang am Spielaufbau auf, wie es beispielsweise ManCity macht. Viel mehr spielen sie ein bis zwei Varianten, die dann dafür sorgen, dass der Ball recht schnell in offensivere Zonen im Halbraum kommt. Dort wiederrum hat die Mannschaft sehr lange Ballbesitzphasen. Der Spielaufbau also als Mittel zum Zweck, um den Ballbesitz geordnet und strukturiert nach vorn zu verlagern. Um eine allgemeine Aussage über das Aufbauspiel im 4-3-3 zu treffen, werden natürlich auch andere Teams für Beispiele genutzt.

Abbildung 1 – Grundformation 4-3-3, statisch/theoretisch

In einem früheren Beitrag wurde bereits sehr viel zum Aufbauspiel im 4-2-3-1 gesagt und da sich die Formationen sehr ähneln, möchte ich gar nicht so sehr darauf eingehen, welche Varianten es für den Spielaufbau gibt. Im Mittelpunkt soll deshalb die Frage stehen: Welche Variante passt zu meinem Ziel? Ein mögliches Ziel des Spielaufbaus kann es sein (siehe Ajax) den Ball schnell in erstrebenswertere, weil offensivere Positionen zu spielen. Auch das Vorbereiten einer guten Struktur für zweite Bälle kann ein solches Ziel sein. Es können natürlich auch bewusst bestimmte Zonen angespielt werden, falls die gegnerische Mannschaft eben dort Schwächen offenbart (Fokus auf den Flügel z.B.). Auch eine Kombination mehrere Ziele ist denkbar. So möchte ManCity den Gegner über eine langsame Zirkulation immer wieder bewegen, gleichzeitig wird aber auch eine Spielfeldseite überladen, um dann Platz auf der ballfernen Seite zu bespielen.

Abbildung 2 – fiktives Beispiel: mögliches Überladen des Halbraums

Welche Ziele verfolgt das Aufbauspiel?

Wie schon gesagt, können mit dem Aufbauspiel mehrere Ziele verfolgt werden. Priorität sollte allerdings immer haben, den Ball in die Zonen des Feldes zu bekommen, in denen die Mannschaft die größte Chance für weitere gefährliche Aktionen gemäß ihrer Herangehensweise hat. So gibt es Mannschaften, deren Aufbauspiel bewusst aus einem schnellen langen Ball in die letzte Reihe besteht. Dort spekulieren sie auf einen erneuten Ballgewinn ohne das „Risiko“ einzugehen, den Ball kurz und flach von hinten heraus zu spielen. Ballbesitzorientierte Mannschaften wie eben Ajax wollen aber genau das tun. Warum ist das 4-3-3 dafür so prädestiniert? In dieser Formation ergeben sich, wenn wir von der starren Grundordnung ausgehen, automatisch fast ausschließlich günstige Passwinkel, d.h. diagonale Anspieloptionen in vielen Ebenen und mehreren Spuren. Der ballbesitzende Innenverteidiger, der in der Regel der erste Aufbauspieler ist, kann diagonal den Sechser im Zentrum anspielen, hat aber auch den Außenverteidiger in der Flügelspur und könnte in der Theorie sogar den Ball zwischen den Linien auf den Achter wagen. Das ist natürlich nur an der Taktiktafel möglich und kein Team der Welt wird jemals exakt auf diese Art positioniert sein. Hier kommen wir wieder auf die Ziele zurück, die das Team mit dem eigenen Aufbauspiel verfolgt. Möchte das Team (wie z.B. Ajax, ManCity) möglichst viele Spieler in fordere Zonen des Feldes bekommen, wird die Mannschaft nach dem „+1 Prinzip“ aufbauen, d.h. in der ersten Aufbaulinie wird sich immer genau ein Spieler mehr aufhalten, als gegnerische Spieler in erster Reihe anlaufen. Presst also nur ein Stürmer, sind die beiden Innenverteidiger perfekt. Pressen zwei Spieler, bräuchte es noch einen dritten Spieler. Die 4-3-3 Formation ist deshalb so beliebt, weil sie sich schnell und unkompliziert umformen lässt. So entsteht aus der Grundordnung schnell ein 3-4-2-1, ein 3-Raute-3 oder ein 3-1-5-1 (natürlich sind auf diese Weise auch Abwandlungen mit Viererkette möglich).

Abbildung 3 – mögliche Umformung in 3-Raute-3

Mannschaften, die im 4-3-3 spielen und nach dem „+1 Prinzip“ aufbauen, müssen sich nun fragen, wo die Spieler, die sie in vorderen Zonen haben wollen, genau positioniert sein sollen. Oder einfacher: Welche Räume sollen überladen werden, damit über diese Räume wiederrum weiter nach vorn gespielt werden kann? Auch hier gibt es gemäß der Spureneinteilung wieder mehrere Optionen. Spielt mein Gegner beispielsweise im klassischen 4-4-2 könnte es sinnvoll sein, das Mittelfeldzentrum zu überladen. Da nun aber zwei gegnerische Spieler pressen, käme es auf die Umformung des 4-3-3 an, mit welchen Zonen das Zentrum nun überladen werden soll. Viele Wege sind möglich. Tiefe Achter, wenn der Sechser abkippt, eingerückte bzw. asymmetrische Außenverteidiger, oder einer der drei Offensivspieler, der sich fallen lässt.

Das 4-3-3 eignet sich außerdem grundsätzlich so gut für das Aufbauspiel, weil initial (wahrscheinlich) bereits eine Überzahl im Zentrum besteht. Je nach Interpretation können bis zu acht Spieler Halb- bzw. Zentrumsspur besetzen und die wiederrum in die ballnahen Räume kommen, um dort Überzahl herzustellen. Gegner, die diese Herangehensweise konstruktiv und aktiv verteidigen wollen, müssen zwangsläufig kompakt auf die Seiten schieben und mit allen drei Mannschaftsteilen sehr eng stehen. Es ergibt sich folglich ballfern Raum, der wiederum durch schnelle Verlagerungen bespielt werden kann (Stichwort: Overload to Isolate bei Guardiola z.B.)

Um also zu entscheiden, in welcher „realen“ Struktur aufgebaut werden soll, muss sich die Mannschaft zuerst fragen, welches Ziel sie ganz grundsätzlich mit dem Aufbauspiel verfolgt und dann, auf welche Weise das Spiel nach Erreichen dieses Ziels fortgesetzt werden soll (in welchen Zonen und mit welcher Anschlussaktion). Hierfür wiederum bietet das 4-3-3 aufgrund der entstehenden Passwinkel und Zonenbesetzung in der Grundformation eine gute Ausgangslage. Die Formation kann dann je nach Zielsetzung, Spielprinzip oder defensiver Herangehensweise des Gegners umgeformt werden, wenn nötig.

Welche Umformungen sind beliebt?

1) Sechser kippt zwischen die Innenverteidiger

Diese Umformen, um situativ eine Dreierkette herzustellen, wurde vor ein paar Jahren fast schon inflationär von jedem Team genutzt. Wann immer es ging, kippte der Sechser ab. Auch, um den Außenverteidigern ein Aufrücken zu ermöglichen. Möchte man außerdem das Spiel über die Flügel stärken, kann diese Umformung unabhängig von der Anzahl gegnerischer Pressingspieler Sinn ergeben, da die beiden Innenverteidiger relativ breit auffächern können.

Abbildung 4 – Sechser kippt zwischen Innenverteidiger, situatives 3-4-2-1

2) Sechser/Achter kippt seitlich ab

Hier möchte ich kurz wieder auf Ajax verweisen, die diese Umformung in der historischen Saison 18/19 auf der linken Seite genutzt haben, um Frenkie de Jong ein Abkippen zu ermöglichen. Auch aktuell lässt sich Ryan Gravenberch immer wieder in diesen Raum fallen. Ein weiteres, bekannteres Beispiel wäre wohl Toni Kroos. Diese Umformung ergibt insbesondere dann Sinn, wenn der abkippende Spieler eine Präferenz einer Seite hat. Außerdem lässt sich auf diese Weise eine gewisse Asymmetrie herstellen, da der Gegner die beiden Seiten wahrscheinlich anders pressen muss, je nachdem ob der Mittelfeldspieler nach außen abkippt, oder nicht. Diese Form ist also deutlich variabler als der Sechser, der zwischen die Innenverteidiger kippt, hat aber trotzdem die gleichen Vorteile.

Abbildung 5 – Achter kippt seitlich ab, situativ 3-1-5-1

3) Asymmetrische Dreierkette durch Positionierung der Außenverteidiger

Eine weitere Umformung, die insbesondere in den letzten Jahren sehr beliebt wurde, ist die asymmetrische Dreierkette durch die unterschiedliche Positionierung der beiden Außenverteidiger. Spätestens seit Pep Guardiola beim FC Bayern den Außenverteidiger Philipp Lahm zum „falschen“ oder besser zum eingerückten Außenverteidiger gemacht hat, weiß auch die breite Öffentlichkeit, was hiermit gemeint ist. Der Grundgedanke der asymmetrischen Dreierkette besteht darin, dass einer der beiden Außenverteidiger auf Höhe der Innenverteidiger verbleibt, um sich am Aufbauspiel zu beteiligen, während sein Gegenpart eine andere, in der Regel natürlich offensivere Position einnimmt. Das kann entweder der klassische Breitengeber im letzten Drittel sein oder eben auch der eingerückte Außenverteidiger, der sich in den Sechser- bzw. Achterraum orientiert. Aufgrund dieser Positionierungen entstehen wiederum Aufgaben für die Mitspieler. Es gilt neue Räume zu besetzen und bewusst (s.o.) in den ausgemachten Bereichen des Feldes Überzahlsituationen herzustellen (Die Nutzung der asymmetrischen Dreierkette mit offensivem Breitengeber könnt ihr aktuell wieder beim FC Bayern beobachten – Geschichte wiederholt sich also).

Abbildung 6 – eingerückte Außenverteidiger führen zur asymmetrischen Dreierkette

Wann ergeben diese Umformungen Sinn?

Zu Beginn habe ich geschrieben, dass ballbesitzorientierte Mannschaften in der Regel (mindestens) mit dem „+1 Prinzip“ aufbauen. Dementsprechend ergeben sich daraus die Anwendungsmöglichkeiten aller Umformungen. Soll heißen: Baut die eigene Mannschaft initial aus dem 4-3-3 heraus auf, stehen die beiden Innenverteidiger für den Spielaufbau zur Verfügung (in der ersten Linie, eventuell kommen noch tiefe Außenverteidiger hinzu, die dann wahrscheinlich durch das Anlaufen des Gegners in den Deckungsschatten genommen werden oder, falls nicht, zumindest nicht sofort Raumgewinn generieren). Attackiert der Gegner nun jedoch mit zwei Angreifern die erste Aufbaulinie, wird nach dem „+1 Prinzip“ ein weiterer Spieler eben dort benötigt. Hier kommen die Umformungen ins Spiel. Dann obliegt es der Mannschaft Lösungen zu finden, um sichere Überzahlsituationen herzustellen. Diese Lösungen orientieren sich natürlich nicht nur an der Präferenz des Trainers, sondern stellen bestenfalls die Stärken der einzelnen Spieler heraus, die die Lösungen auf dem Platz umsetzen sollen. Spielt Ajax Amsterdam (here wo go again) beispielsweise mit Nicolas Tagliafico auf der linken Außenverteidigerpositon, wird er sich gemäß seiner Spielweise sofort offensiv orientieren. Er ist, bis auf wenige Ausnahmen, ein klassischer Breitengeber mit hohem Offensivdrang und großer Durchschlagskraft. Diese Spielweise passt wiederum ideal zu Ryan Gravenberch, der sich von der linken Achterpositon gern halblinks absetzt, um das Spiel von dort anzutreiben. Auch Dusan Tadic, der auf dem linken Flügel spielt, profitiert übrigens von dieser Lösung. Er kann einrücken und aus dem Halbraum heraus seinen Drang zum Tor noch besser ausspielen. Ajax nutzt auf der linken Seite in dieser Personalkonstellation also die Lösung des nach Außen abkippenden Sechsers/Achters.

Abbildung 7 – mögliche Grundordnung links Ajax Amsterdam

Auf der rechten Seite (und auch, wenn Daley Blind als Linksverteidiger aufläuft) findet ajax andere Lösungen. Hier verteidigt mit Noussair Mazraoui ein Spieler, der deutlich kombinationsfreudiger ist als Tagliafico. Dementsprechend rückt er gern in den Halbraum ein. Das wiederum lässt Steven Berghuis höhere Positionen einnehmen und Antony, der auf dem rechten Flügel spielt, die Breite besetzen. Diese Lösung kommt auch hier wieder allen Spielern zugute. Berghuis ist von Natur aus offensiver Mittelfeldspieler und fühlt sich in der letzten Linie deutlich wohler, Antony kann seine Qualitäten im 1 gegen 1 noch besser einbringen, wenn er am Flügel den Platz bekommt, mit ausreichend Tempo auf die Gegner dribbeln zu können.

Abbildung 8 – mögliche Grundordnung rechts Ajax Amsterdam

Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht immer die eine Lösung ist, die auf alle Mannschaften anwendbar ist. In der Regel hat jedes Team mehrere Abläufe, um den Gegner zu bespielen und möglichst variabel, d.h. weniger ausrechenbar zu sein. Alle Lösungen orientieren sich immer an den Stärken und Schwächen der eingebundenen Spieler. Schaut man auf Joao Cancelo bei City, Alphonso Davies bei Bayern, Jordi Alba bei Barca oder eben auf Lahm unter Guardiola wird diese Annahme belegt. Jeder Spieler sollte mehrere Rollen spielen können, aber immer unter der Berücksichtigung, dass das große Ziel, also der sichere Übergang ins mittlere Drittel und das damit einhergehende Schaffen von Überzahl in bestimmten Bereichen des Spielfeldes, erreicht wird.

Warum nutzen so viele Mannschaften dafür das 4-3-3?

Alle hier aufgeführten Lösungen lassen sich natürlich auch aus anderen Grundordnungen mit Viererkette und (in „umgedrehter“ Form) auch mit Dreierketten anwenden. Hier rückt dann also nicht der Sechser auf die Höhe der Innenverteidiger, sondern eben einer der Verteidiger auf Höhe der zentralen Mittelfeldspieler. Das 4-3-3 ist also nicht die zwingende Voraussetzung, um erfolgsstabile Lösungen im Spielaufbau zu finden, sondern einfach eine gute Grundlage. Wenn ein Trainer möglichst früh möglichst viele Spieler in offensiven Zonen haben möchte, ist das 4-3-3 ideal.

Möchte ein bestimmte Zonen sofort doppelt oder sogar dreifach besetzen, ist das 4-3-3 ideal. Hier spielt es keine Rolle, wo diese Zonen sind. Aus dem 4-3-3 heraus lässt sich initial sehr schnell jeder Bereich des Feldes besetzen. Das kann (mittlerweile ein wenig untypisch) der doppelt besetzte Flügel sein, indem Außenverteidiger und Flügelspieler breit bleiben oder sich ein Achter sogar noch nach außen orientiert. Das kann das Besetzen des Sechserraumes (siehe Ajax auf der rechten Seite) sein, indem ein Außenverteidiger einrückt oder ein Achter nach hinten kippt. Das kann der offensive Halbraum sein (siehe Bayern unter Nagelsmann), der in Extremfällen von Stürmer, Achtern und Flügelspielern sogar vier- bis fünffach besetzt sein könnte. Und es kann eben auch die erste Aufbaulinie sein, die durch Umformungen schnell drei- bis vierfach besetzt ist.

Abbildung 9 – Beispiel des doppelt besetzten Flügels aus dem 4-3-3 heraus

Das 4-3-3 bietet also eine Grundstruktur, die es nahezu jedem Spielstil ermöglicht, mit der Formation zu funktionieren. Weil eben so viele wichtige Zonen so schnell praktikabel besetzt sein können, aber auch weil die Formation gut balanciert ist. Das typische 4-2-3-1 Problem des Quadrats im Aufbau (Innenverteidiger und Sechser) entfällt, weil es nur einen Sechser gibt. Das (meiner Meinung nach) Problem des 4-4-2, der initiale doppelt besetzte Flügel, entfällt, weil der Flügelstürmer im 4-3-3 so hoch steht, dass er dem zentralen Mittelfeld keinen Raum nimmt. Der Stürmer im 4-3-3 bindet beide Innenverteidiger in Viererkettenformationen (wie im 4-4-2 gegen den Ball) und garantiert somit, dass mit möglichst wenigen eigenen Spielern möglichst viele Gegner gebunden werden – ein weiteres Prinzip ballbesitzorientierter Mannschaft und essentiell für den Spielaufbau.

Abschlussüberlegungen / Fazit

Die 4-3-3 Formation ist meiner Meinung nach die ideale Formation für ein ballbesitzorientiertes Team, dass kontrolliert nach vorn spielt und über längere Ballbesitzphasen viele Spieler koordiniert in hohe Positionen bringt. Dank der riesigen Variabilität ist die Formation aber auch für andere Spielstile nutzbar, was ein weiterer Grund dafür ist, dass so viele Mannschaften diese Ordnung nutzen. Schwierig umsetzbar ist die Formation für mich insbesondere bei Jugendmannschaften, die noch nicht so erfahren auf dem Großfeld sind, weil das Ballbesitzspiel nur dann gut funktioniert, wenn alle Spieler den Grundgedanken verstanden haben und wissen, wie sie sich auf dem Feld in welchen Spielphasen verhalten müssen. Andererseits ist das 4-3-3 ideal, um den Fußball „zu lernen“ und die Kinder / Jugendlichen zum bewussten Finden von spielerischen Lösungen zu animieren.

Ich tue mich abschließend schwer damit, allgemeingültige Punkte zum Aufbauspiel dieser Formation zu formulieren und bin mir sicher, dass nicht alle mit meinen Überlegungen zu 100 Prozent mitgehen. Der Text spiegelt dementsprechend eher meine Sichtweise auf ein funktionierendes Aufbauspiel in dieser Formation wider. Solltet ihr hier andere Meinungen haben, kommentiert gern hier oder schreibt mir auf Twitter. Ich freue mich über jedes Feedback!

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